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Zwischen Linnich und Baal rollen keine Züge vor 2031

„Der Lückenschluss ist für den Kreis Heinsberg und die gesamte Region ein wichtiges Verkehrsprojekt. Die Antwort der Landesregierung zeigt allerdings, dass bis zur Umsetzung noch ein weiter Weg zurückzulegen ist. Eine Inbetriebnahme frühestens im Jahr 2031 ist für viele Menschen, die seit Jahren auf diese Verbindung warten, ernüchternd“, erklärt Lenzen.

Kreis Heinsberg. Der ehemalige FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen sieht beim geplanten Lückenschluss der Rurtalbahn zwischen Linnich und Hückelhoven-Baal weiterhin erheblichen Handlungsbedarf. Aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Christof Rasche geht hervor, dass das Planfeststellungsverfahren erst im vierten Quartal 2027 beantragt werden soll. Mit der Aufnahme des regulären Fahrgastbetriebs wird nicht vor 2031 gerechnet. 

„Der Lückenschluss ist für den Kreis Heinsberg und die gesamte Region ein wichtiges Verkehrsprojekt. Die Antwort der Landesregierung zeigt allerdings, dass bis zur Umsetzung noch ein weiter Weg zurückzulegen ist. Eine Inbetriebnahme frühestens im Jahr 2031 ist für viele Menschen, die seit Jahren auf diese Verbindung warten, ernüchternd“, erklärt Lenzen.

Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Entwurfsplanung. Die Vorzugsvariante wird in der Leistungsphase 3 fortgeschrieben. Erst damit sollen die Grundlagen für die anschließende Genehmigungsplanung geschaffen werden. 

„Von einem unmittelbar bevorstehenden Baubeginn kann keine Rede sein. Wenn die Genehmigungsplanung noch vorbereitet wird und das Planfeststellungsverfahren erst Ende 2027 beginnen soll, darf es auf dem weiteren Weg keine zusätzlichen Verzögerungen geben“, so Lenzen.

Auch die geplante Trassenführung wurde gegenüber der 2022 vorgestellten Vorzugsvariante angepasst. Im nördlichen Abschnitt wird wegen umweltrechtlicher Belange nun eine östliche statt der zuvor vorgesehenen westlichen Trassenführung bevorzugt. Im südlichen Abschnitt soll eine veränderte Trassierung unter anderem das notwendige Überführungsbauwerk verkleinern und die Beeinträchtigung der Wohnbebauung reduzieren. 

Für das Vorhaben sind im GVFG-Bundesprogramm 2026 bis 2030 Gesamtkosten in Höhe von 43,03 Millionen Euro berücksichtigt. „Die Region braucht jetzt einen belastbaren Zeitplan und eine konsequente Zusammenarbeit aller Beteiligten. Der Lückenschluss kann das Schienennetz sinnvoll ergänzen und die Verbindungen über Kreisgrenzen hinweg verbessern. Deshalb müssen die nächsten Planungsschritte zügig und verlässlich abgearbeitet werden“, fordert Lenzen.