Verliert der Kreis Heinsberg Lehrkräfte?
Lenzen begrüßt Kleine Anfrage zur Lehrkräfteversorgung im Kreis Heinsberg
Der ehemalige FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen begrüßt eine Kleine Anfrage der schulpolitischen Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Franziska Müller-Rech, zur Lehrkräfteversorgung im Kreis Heinsberg. Die Anfrage soll erstmals transparent machen, welche Auswirkungen Lehrerabordnungen auf die Schulen im Kreis haben und wie sich die Zahl unbesetzter Stellen entwickelt. „Landesweit werden immer mehr Lehrkräfte abgeordnet, um Personalengpässe an Schulen auszugleichen. Doch bislang weiß niemand, welche Folgen diese Praxis konkret für den Kreis Heinsberg hat. Wir brauchen belastbare Zahlen statt Vermutungen“, erklärt Lenzen.
Die Kleine Anfrage geht auf eine Anregung Lenzens zurück. Konkret soll die Landesregierung offenlegen, wie viele Lehrkräfte von Schulen im Kreis Heinsberg an andere Schulen abgeordnet werden, wie viele Lehrkräfte umgekehrt in den Kreis kommen und wie sich diese Zahlen in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Zudem werden Angaben zu unbesetzten Lehrerstellen und zur Stellenbesetzungsquote abgefragt. „Abordnungen schaffen keine einzige zusätzliche Lehrkraft. Deshalb ist die entscheidende Frage, ob Schulen im Kreis Heinsberg dadurch unter dem Strich Personal verlieren oder gewinnen. Gerade Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie die Schulen selbst haben ein Recht darauf zu erfahren, wie es um die Unterrichtsversorgung tatsächlich bestellt ist“, so Lenzen.
Die Anfrage erfasst sowohl Abordnungen von Schulen im Kreis Heinsberg an andere Schulen als auch Abordnungen von außerhalb an Schulen im Kreisgebiet. Darüber hinaus soll die Entwicklung seit dem Schuljahr 2023/24 dargestellt werden. Auch die Zahl unbesetzter Lehrerstellen wird für die einzelnen Schulformen abgefragt. „Nur wenn die tatsächliche Situation offen auf dem Tisch liegt, können die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. Gute Bildung braucht gut ausgestattete Schulen und genügend Lehrkräfte vor Ort. Daher ist Transparenz der erste Schritt, um bestehende Probleme wirksam anzugehen“, betont Lenzen.