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FDP/FW: VHS-Programm stärker auf Integration, Grundbildung und digitale Kompetenzen ausrichten – Ausfallquote senken

Stefan Lenzen, Fraktionsvorsitzender der FDP, ergänzt: „Öffentliche Weiterbildung muss dort wirken, wo sie Teilhabe ermöglicht, und Beschäftigungsfähigkeit stärkt: bei Sprache und Integration, beim Nachholen von Schulabschlüssen und bei digitalen Basiskompetenzen. Freizeitangebote können ihren Platz haben, aber sie dürfen die Kernaufgaben nicht verdrängen.“

Kreis Heinsberg. Die FDP/FW-Fraktion im Kuratorium der Anton-Heinen-Volkshochschule hat für die Sitzung am 18. Mai 2026 einen Änderungsantrag zum Weiterbildungsprogramm 2026/2027 eingebracht. Ziel ist es, Kursausfälle spürbar zu reduzieren und die Programmschwerpunkte stärker an den Kernaufgaben öffentlicher Erwachsenenbildung auszurichten. Konkret soll die Verwaltung beauftragt werden, die Ausfallquote zu senken, die Bereiche Sprachen/Integration, Schulabschlüsse/Grundbildung sowie EDV und digitale Grundbildung zu stärken und im Gegenzug freizeitbezogene Angebote im Programm 2026/2027 in Umfang und Anzahl zu reduzieren. Über die Umsetzung und die Ergebnisse soll dem Kuratorium berichtet werden.

Walter Leo Schreinemacher, Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER, sagt: „Eine Volkshochschule muss verlässlich planen können. Wenn zu viele Kurse ausfallen, ist das ärgerlich für die Teilnehmenden und es bindet unnötig Kapazitäten in Verwaltung und Dozenteneinsatz. Wir wollen die Ursachen sauber auswerten und daraus wirksame Steuerungsinstrumente ableiten. Die VHS kann kein „billiger“ Ersatz für engagierte Vereine sein, die z.T. die gleichen Angebote haben, aber mir erwartetem Vereinsengagement.“

Stefan Lenzen, Fraktionsvorsitzender der FDP, ergänzt: „Öffentliche Weiterbildung muss dort wirken, wo sie Teilhabe ermöglicht, und Beschäftigungsfähigkeit stärkt: bei Sprache und Integration, beim Nachholen von Schulabschlüssen und bei digitalen Basiskompetenzen. Freizeitangebote können ihren Platz haben, aber sie dürfen die Kernaufgaben nicht verdrängen.“

Der Antrag sieht vor, die Kursausfälle 2025/2026 nach Fachbereichen auszuwerten und die Hauptursachen etwa geringe Anmeldezahlen, Ausfälle von Lehrkräften oder Raum- und Terminfragen darzustellen. Darauf aufbauend soll die Verwaltung dem Kuratorium Vorschläge für die Programmplanung 2026/2027 vorlegen. Angebote mit wiederholt hoher Ausfallquote sollen gebündelt, reduziert oder in passende Formate überführt werden. Zudem sollen Angebote ohne unmittelbaren Beitrag zur Integration in Arbeit und Ausbildung nachrangig behandelt und bei instabiler Durchführung reduziert werden. Als Beispiele nennt der Antrag unter anderem Astronomie-Reihen, Kreativ- und Wellnessformate, Tanz- und Entspannungsangebote sowie Kochkurse. Ergänzend sollen verbindliche Planungs- und Anmeldeinstrumente (z. B. Absagefristen, gestufte Mindestteilnehmerzahlen und frühzeitige Umsteuerung bei geringer Nachfrage) erarbeitet und dem Kuratorium zur Entscheidung vorgelegt werden.

Spätestens zum Ende des Arbeitsjahres 2026/2027 soll die Verwaltung dem Kuratorium über Umsetzung und Entwicklung der Ausfallquote berichten. Über den Änderungsantrag entscheidet das Kuratorium der Anton-Heinen-Volkshochschule.