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FDP fordert Konsequenzen für unpünktliche Bahnlinien im Kreis Heinsberg

Pendlerinnen und Pendler im Kreis Heinsberg müssen weiter mit erheblichen Problemen im Bahnverkehr leben. Nach den aktuellen Qualitätsdaten des SPNV-Aufgabenträgers Go.Rheinland bleiben besonders die Linien RE 4 und RB 34 nicht nur bei der Pünktlichkeit, sondern auch bei den Ausfällen deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Pendlerinnen und Pendler im Kreis Heinsberg müssen weiter mit erheblichen Problemen im Bahnverkehr leben. Nach den aktuellen Qualitätsdaten des SPNV-Aufgabenträgers Go.Rheinland bleiben besonders die Linien RE 4 und RB 34 nicht nur bei der Pünktlichkeit, sondern auch bei den Ausfällen deutlich hinter den Erwartungen zurück. 

Stefan Lenzen, ehemaliger FDP-Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Heinsberg, sieht Bund und Land in der Verantwortung. „Die Menschen im Kreis Heinsberg haben ein Recht auf verlässliche Mobilität. Wenn aber nur rund die Hälfte der Züge pünktlich ist, dann ist das Ergebnis politischen Versagens“, erklärt Lenzen. Der Bund müsse die über Jahre vernachlässigte Schieneninfrastruktur schneller modernisieren. Das Land sei zugleich gefordert, Baustellen besser zu koordinieren und wirksamere Qualitätsmechanismen gegenüber den Betreibern durchzusetzen. Auch die hohe Zahl an Baustellen zeige den Handlungsdruck. Laut dem aktuellen Qualitätsbericht von Go.Rheinland sind 137 Baustellen mit mehr als 1300 Baustellentagen vorgesehen. „Das ‚Jahrzehnt der Baustellen‘ ist kein Naturereignis, sondern das Ergebnis politischer Untätigkeit im Bund“, so Lenzen. 

„Der Kreis Heinsberg darf nicht länger Schlusslicht im NRW-Bahnverkehr bleiben. Bund und Land müssen endlich liefern – und zwar pünktlich“, fordert Lenzen.

Dr. Klaus Wagner, FDP-Kreisvorsitzender, ergänzt: „Sowohl für die RE 4 und insbesondere für die RB 34 bedarf es einer Analyse, woraus die Verspätungen resultieren. Da ich selbst an der Strecke zur RB 34 wohne, fällt mir auf, dass selbst an Abenden und Wochenenden der Fahrplan nicht eingehalten werden kann, und dies schon über einen längeren Zeitraum. Ferner gilt: Wenn wir unseren Kreis für Pendler und Familien attraktiver machen wollen, muss der Schienenverkehr ausgebaut werden. Die Fortführung der RB 34 und damit die Reaktivierung der Strecke zwischen Dalheim und Roermond für den Personenverkehr ist ein Muss. Die Elektrifizierung, bei der dann leisere Triebwagen zum Einsatz kommen können, wünschenswert.“