CDU, FDP und FW fragen Beratungsnetzwerk im Kreis Heinsberg ab
Heinsberg, 24. August 2026. Die CDU-Kreistagsfraktion und die FDP/FW-Kreistagsfraktion haben eine gemeinsame Anfrage zum Beratungsnetzwerk im Kreis Heinsberg auf den Weg gebracht. Ziel ist es, einen aktuellen Überblick über bestehende Beratungsangebote, deren Finanzierung, mögliche Beratungslücken sowie etwaige Doppelstrukturen zu erhalten.
Im Kreis Heinsberg bestehen zahlreiche Beratungsangebote in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Schuldnerberatung, Teilhabe, Frauenberatung, Selbsthilfe sowie in weiteren sozialen Unterstützungsfeldern. Nach Auffassung der anfragenden Fraktionen ist es angesichts angespannter öffentlicher Haushalte besonders wichtig, vorhandene Strukturen transparent darzustellen, Fördermöglichkeiten konsequent auszuschöpfen und Kooperationen zu stärken.
Harald Schlößer, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, betont: „Uns geht es um Transparenz, Verlässlichkeit und einen vollständigen Überblick. Die Bürgerinnen und Bürger müssen wissen, welche Beratungsangebote es im Kreis Heinsberg gibt, wo sie erreichbar sind, wer sie trägt und wie sie finanziert werden. Nur auf dieser Grundlage können Politik und Verwaltung verantwortungsvoll entscheiden.“
Stefan Lenzen (FDP), Vorsitzender der FDP/FW-Kreistagsfraktion, erklärt: „Fördermittel, die auf Landes-, Bundes- oder anderer Ebene gestrichen werden, dürfen nicht durch die Hintertür auf Kreis und Kommunen abgeladen werden. Wer neue Ausgaben fordert, muss zuerst offenlegen, welche Strukturen bereits bestehen, wie sie ausgelastet sind und wo es Doppelangebote gibt. In Zeiten knapper Kassen gilt für uns: Erst Transparenz, dann Prioritäten – und erst danach neue Verpflichtungen.“
Walter Leo Schreinemacher (FREIE WÄHLER), Co-Vorsitzender der FDP/FW-Kreistagsfraktion, ergänzt: „Wir wollen wissen, wo es tatsächlich Beratungslücken gibt und wo Angebote besser miteinander verzahnt werden können. Entscheidend ist, vorhandene Kräfte zu bündeln, Kooperationen zu nutzen und Doppelstrukturen zu vermeiden. So kann Hilfe gezielter ankommen, ohne neue Lasten vorschnell aufzubauen.“
Mit der Anfrage bitten CDU und FDP/FW die Verwaltung unter anderem um Auskunft darüber, welche Beratungsangebote derzeit im Kreis Heinsberg bestehen, durch wen sie erbracht werden und an welchen Standorten sie angeboten werden. Zudem soll dargestellt werden, welche Angebote durch Landes-, Bundes-, LVR- oder sonstige Fördermittel finanziert werden und bei welchen Angeboten Förderungen weggefallen, reduziert oder künftig gefährdet sind.
Darüber hinaus fragen die Fraktionen nach Erkenntnissen zu tatsächlichen Beratungslücken, zur Auslastung bestehender Angebote und zu möglichen Doppelstrukturen. Die Verwaltung soll außerdem darlegen, wie bestehende Angebote, Kooperationen und Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden, bevor neue finanzielle Verpflichtungen eingegangen werden.
Die gemeinsame Anfrage soll in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Gesundheit, Soziales und Generationenfragen beraten werden.