Der Umweltausschuss des europäischen Parlaments hat über das Pflanzenschutzpaket abgestimmt. Nun verlangt der Ausschuss, dass in den EU-Staaten die verkaufte Menge für bestimmte Pflanzenschutzmittel in den nächsten fünf Jahren um mindestens 50 Prozent zurückgeht. So werden bündelweise Wirkstoffe verboten, allein wegen abstrakter Gefährlichkeit. Davor hatte die FDP seit 2007 immer wieder gewarnt. Die nun seit Wochen laufende Protestkampagne der deutschen Bauern ist gerechtfertigt.
Der Verordnungsansatz ignoriert das tatsächliche Risiko beim Einsatz auf dem Feld. Dabei sollte dieses Risiko das Kriterium zur Beureilung sein. Mit einer pauschalen Reduzierung der Pflanzenschutzmittel ruiniert die EU ihre Landwirte und trägt dazu bei, dass die Lebensmittelpreise weiter steigen. Das Ergebnis wären nicht gesunde Lebensmittel, sondern dass sie aus Regionen importiert werden, in denen Pestizide absolut nicht reguliert sind. Dem Standpunkt des Umweltausschusses liegt die romantisch verklärte Vorstellung zugrunde, dass eine Rückkehr zum extensiven Anbau möglich sei.
Der Verordnungsentwurf unterstellt unseren Landwirten nun, dass sie nicht an einer Minimierung der kostenintensiven Pflanzenschutzmittel interessiert sein würden.
Die FDP sich gegen die Position des Umweltausschusses aussprechen und weiter für Kompromissvorschläge streiten.
Ihre Lia Görtz,
Vorsitzende des Ortsverband Gangelt
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